Duman der Kämpfer
Duman wurde bei uns in keinem guten Zustand abgegeben. Bereits vor der Abgabe war er bei zwei Tierärzten in Behandlung, doch leider konnten sich seine Besitzer keine weiteren Untersuchungen und Behandlungen mehr leisten.
Nachdem wir seine Blutwerte gesehen hatten, hielten wir sofort Rücksprache mit unserem Tierarzt, auch dort war Duman zuvor bereits in Behandlung. Schnell wurde klar, dass er umgehend in eine Tierklinik überwiesen werden musste.
In der Klinik folgten weitere Untersuchungen. Schließlich stand die Diagnose fest: Duman litt an einer immunbedingten Anämie. Sein Zustand war kritisch, doch er wollte kämpfen. Und wir wollten ihm diese Chance geben.
Duman war noch jung. Gerade deshalb haben wir uns entschieden, alles für ihn zu tun – trotz der hohen Kosten, die auf uns zukamen. Für uns stand fest: Solange es eine reale Chance für ihn gibt, werden wir kämpfen.
Das Wochenende verbrachte Duman stationär in der Tierklinik und erhielt eine Bluttransfusion. Zunächst stabilisierte sich sein Zustand, und am Montag durfte er die Klinik verlassen. Auf seiner Pflegestelle konnte er sich ausruhen und erholen. Den Umständen entsprechend ging es ihm besser, und er nahm seine Medikamente zuverlässig ein. Dennoch merkte man ihm die Strapazen der vergangenen Tage deutlich an, er war sehr müde.
Am Mittwoch stand die Kontrolluntersuchung an. Wir waren voller Hoffnung, dass sich seine Werte weiter verbessern würden. Doch nach erneuten Tests kam die traurige Nachricht: Seine Blutwerte hatten sich weiter verschlechtert.
Wir besprachen die Situation ausführlich mit den behandelnden Tierärzten. Schweren Herzens mussten wir die Entscheidung treffen, dass wir Duman nicht mehr helfen konnten. Seine Überlebenschance lag nur noch bei fünf Prozent.
Wir wollten nicht, dass er weiter leiden muss.
Also ließen wir ihn gehen.
Duman ist friedlich eingeschlafen.
Jetzt hat er keine Schmerzen mehr.
